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Kurzsichtigkeit, auch als Myopie bezeichnet, ist ein zunehmendes Problem bei Kindern weltweit. Die moderne Lebensweise, geprägt von der intensiven Nutzung digitaler Geräte wie Smartphones, Tablets und Computern, trägt maßgeblich zu dieser Entwicklung bei. Die übermäßige Nutzung der digitalen Geräte, insbesondere in jungen Jahren, belastet die Augen enorm und begünstigt die frühe Entwicklung von Kurzsichtigkeit. Gleichzeitig verbringen Kinder immer weniger Zeit im Freien, wo das natürliche Sonnenlicht eine wichtige Rolle für die Augengesundheit spielt. Diese Kombination aus vermehrtem Nahsehen und reduzierter Zeit im Freien trägt dazu bei, dass immer mehr Kinder von dieser Sehstörung betroffen sind.
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Kurzsichtigkeit ist eine Form der Fehlsichtigkeit und tritt dann auf, wenn das Auge Probleme hat, Gegenstände in der Ferne klar zu sehen. Dies geschieht, wenn der Augapfel zu lang ist oder die Hornhaut zu stark gekrümmt ist, was dazu führt, dass das einfallende Licht nicht korrekt auf die Netzhaut fokussiert wird. Bei gesunden Augen wird das Licht so gebündelt, dass dieses direkt auf die Netzhaut fällt.
Wenn jedoch die Lichtstrahlen, die ins Auge gelangen, sich bereits vor der Netzhaut vereinen und den Brennpunkt dort bilden, spricht man von Kurzsichtigkeit. Dadurch erscheinen Objekte in der Ferne unscharf und verschwommen, da das Bild nicht korrekt auf der Netzhaut fokussiert wird.
Eine Myopie bei Kindern kann bereits in jungen Jahren auftreten und es ist nicht ungewöhnlich, dass sich die Kurzsichtigkeit bereits nach der Einschulung bemerkbar macht. In der Regel beginnt diese Sehstörung im Alter zwischen 8 und 15 Jahren und kann folgenden Ursachen zu Grunde liegen:
Myopie kann vererbbar sein: Die Veranlagung zur Kurzsichtigkeit kann genetisch bedingt sein. Wenn Eltern kurzsichtig sind, besteht ein höheres Risiko, dass ihre Kinder ebenfalls kurzsichtig werden. Wenn ein Elternteil kurzsichtig ist, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass auch das Kind kurzsichtig wird, auf 30 Prozent. Sind beide Elternteile von Myopie betroffen, erhöht sich diese Wahrscheinlichkeit sogar auf rund 60 Prozent.
Kurzsichtigkeit durch zu hohe Bildschirmzeiten: Eine langanhaltende Nutzung digitaler Geräte wie Smartphones, Tablets und Computer kann die Augen überanstrengen und das Risiko einer Kurzsichtigkeit erhöhen, insbesondere wenn sie in jungen Jahren intensiv genutzt werden. Aber nicht nur das häufige Betrachten von digitalen Bildschirmen beeinflusst die Sehfähigkeit negativ, sondern auch ungünstige Lichtverhältnisse können das Wachstum der Augenlänge fördern und somit die Entwicklung von Kurzsichtigkeit unterstützen.
Zu wenig Zeit im Freien begünstigt eine Myopie: Studien haben gezeigt, dass Kinder, die zu wenig Zeit im Freien verbringen, ein höheres Risiko haben, kurzsichtig zu werden. Für die Gesundheit der Augen ist es von entscheidender Bedeutung, dass Kinder regelmäßig in die Ferne blicken und ausreichend natürliches Tageslicht erhalten. Insbesondere das Sonnenlicht spielt eine wichtige Rolle bei der Regulation des Augenwachstums, da es die Produktion von Dopamin anregt. Dieser Neurotransmitter verhindert das übermäßige Längenwachstum des Augapfels und trägt somit dazu bei, Kurzsichtigkeit bei Kindern zu verhindern.
Die frühzeitige Erkennung von Kurzsichtigkeit bei Kindern ist von entscheidender Bedeutung, um mögliche Sehprobleme rechtzeitig zu behandeln und das Sehvermögen Ihres Kindes zu schützen. Es ist wichtig, auf bestimmte Anzeichen zu achten, die auf eine mögliche Myopie hinweisen könnten. Indem Sie diese Symptome frühzeitig erkennen, können Sie sicherstellen, dass Ihr Kind die bestmögliche Sehversorgung erhält und sich optimal entwickelt.
Bei einem dieser Anzeichen für Myopie ist es ratsam, zeitnah einen Augenarzt aufzusuchen, um die Ursache der Sehprobleme zu klären. Eine frühzeitige Diagnose und eine Behandlung im Rahmen des Myopiemanagements können helfen, die Fehlsichtigkeit einzudämmen und den weiteren Verlauf zu beeinflussen.
Durch eine Myopie in jungen Lebensjahren können sich verschiedene Auswirkungen auf die langfristige Augengesundheit ergeben und die Entstehung von Erkrankungen begünstigt werden. Eine der ernsthaften Komplikationen, die im Zusammenhang mit einer starken Kurzsichtigkeit auftreten können, ist das Risiko für Netzhautablösungen. Stark kurzsichtige Kinder haben ein erhöhtes Risiko, dass sich die Netzhaut infolge langanhaltender Fehlsichtigkeit von der Rückseite des Auges ablöst, was schwerwiegende Sehprobleme verursachen und unbehandelt sogar zur Erblindung führen kann. Zudem erhöht eine fortschreitende Myopie das Risiko für die Entwicklung von sogenannten Glaukomen, auch bekannt als Grüner Star, einer Augenerkrankung, die den Sehnerv schädigt und ohne Korrektur zu einem dauerhaften Sehverlust führen kann.
Darüber hinaus können Kinder mit Myopie häufiger unter weiteren Augenkrankheiten wie Katarakten (Grauer Star) leiden, die ebenfalls die Sehfähigkeit beeinträchtigen können. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, Myopie frühzeitig zu erkennen und zu behandeln, um das Risiko von Spätfolgen und langfristigen Sehproblemen zu minimieren. Regelmäßige medizinische Untersuchungen sind unerlässlich, um die Augengesundheit Ihres Kindes zu überwachen und gegebenenfalls geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um schwerwiegende Komplikationen zu vermeiden.
Das Myopiemanagement umfasst eine Reihe von Maßnahmen und Behandlungsansätzen, die darauf abzielen, das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit zu verlangsamen oder im besten Fall sogar zu stoppen, um die Sehgesundheit langfristig zu verbessern. Dazu gehören verschiedene Maßnahmen, die individuell auf die Bedürfnisse des Kindes zugeschnitten sind. Im Rahmen des Myopiemanagement werden nach aktuellem Wissensstand in der Medizin unterschiedliche Ansätze verfolgt. Maßgeschneiderte Kontaktlinsen und Brillengläser vom Optiker sowie augenärztlich verschriebene Augentropfen können dazu beitragen, das fortschreitende Längenwachstum des Augapfels zu kontrollieren und damit die Progression der Kurzsichtigkeit bei Kindern zu verlangsamen.
Orthokeratologie, oft als Ortho-K oder Nachtlinsen bekannt, ist eine nicht-chirurgische Methode, welche die Kurzsichtigkeit temporär korrigiert. Durch das Tragen der speziell geformten formstabilen Linsen während des Schlafens können die Kontaktlinsen sanft die Oberfläche der Hornhaut umformen. Dieser Prozess ermöglicht, dass das einfallende Licht besser auf die Netzhaut fokussiert wird, was zu einer vorübergehenden Verbesserung des Sehvermögens führt. Der Effekt hält normalerweise den ganzen Tag über an, sodass das Tragen von Brillen oder Kontaktlinsen tagsüber nicht mehr erforderlich ist. Es ist wichtig zu beachten, dass die Wirkung der Orthokeratologie jedoch nicht dauerhaft ist und ein nächtliches Tragen der Nachtlinsen erforderlich ist, um die Sehkorrektur aufrechtzuerhalten.
Multifokale Kontaktlinsen sind eine weitere innovative Lösung für Kinder und Jugendliche mit Myopie. Im Gegensatz zu herkömmlichen Kontaktlinsen bieten sie verschiedene Sehstärken in einer Linse, die es dem Auge ermöglichen, sowohl in der Nähe als auch in der Ferne scharf zu sehen. Diese Linsen werden tagsüber angewendet und können den Anstieg der Kurzsichtigkeit verlangsamen, indem die Belastung der Augen beim Wechsel zwischen Nah- und Fernsicht verringert wird. Die weichen Linsen sind eine komfortable und effektive Lösung für Kinder.
Erfolgsversprechend sind auch spezielle Brillengläser als innovative Lösung zur Korrektur von Myopie bei Kindern. Diese Gläser nutzen eine fortschrittliche Technologie, die darauf abzielt, eine Kurzsichtigkeit zu korrigieren und zugleich das Sehvermögen beider Augen synchron zu stabilisieren. Anders als bei herkömmlichen Einstärkengläsern, die lediglich die Kurzsichtigkeit korrigieren, wurden die speziellen Myopie Brillengläser so entwickelt, dass diese einem Fortschreiten der Myopie entgegenwirken können. Durch die speziell für Kinder entwickelten Myopie-Gläser wird die Sicht an den Rändern leicht unscharf und in der Mitte klar gemacht. Das bedeutet, dass die Sehstärke in der Mitte der Brille stabil bleibt, während sie sich nach außen hin ändert. Das hilft Kindern, Dinge in ihrer Umgebung besser wahrzunehmen und ihre Augen auf natürliche Weise zu trainieren. Die Brillengläser basieren auf umfangreicher wissenschaftlicher Forschung und klinischen Studien, die ihre Wirksamkeit belegen. Anders als bei den Linsen, ist diese Methode nicht-invasiv und einfach zu handhaben.
Atropin-Augentropfen werden oft als Therapieansatz zur Behandlung von bestimmten Augenerkrankungen eingesetzt. Die Tropfen enthalten den Wirkstoff Atropin, der die Pupille erweitert und die Fähigkeit des Auges, sich auf verschiedene Entfernungen einzustellen, vorübergehend verringert. Dieser Effekt kann im Rahmen des Myopiemanagements als off Label Medikament eingesetzt werden. Niedrig dosiert kann Atropin täglich angewendet werden und führt zu einer Verlangsamung des Augenwachstums. Die Dosierung muss dabei individuell angepasst werden und beläuft sich derweil zwischen 0,01 - 0,05%. Eine Kombination aus Atropin Augentropfen und optischer Therapie mit Brille oder Linsen ist möglich, um die Atropin Dosierung möglichst gering zu halten.

Indem wir eine umfassende Betreuung und individuelle Lösungen bieten, um das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit zu verlangsamen oder sogar zu stoppen, übernehmen wir die optimale Myopiekontrolle für Ihr Kind. Unser erfahrenes Team aus Optiker*innen setzt modernste Technologien und Behandlungsmethoden ein, um die Sehgesundheit Ihres Kindes zu schützen. Von der frühzeitigen Diagnose, der Beratung und Aufklärung der Eltern bis zur Auswahl der geeigneten Therapieoptionen stehen wir Ihnen unterstützend zur Seite. Unsere Behandlungspläne werden individuell auf die Bedürfnisse und Umstände Ihres Kindes abgestimmt. So können wir durch regelmäßige Sehtests und Untersuchungen eventuelle Veränderungen im Sehvermögen frühzeitig feststellen. Eine schnelle Reaktion und Anpassung der Therapie kann entscheidend sein, um eine langfristige Augengesundheit zu gewährleisten.
Die steigende Verbreitung von Kurzsichtigkeit bei Kindern und Jugendlichen ist ein alarmierender Trend, der durch den modernen Lebensstil und die intensive Nutzung digitaler Geräte begünstigt wird. Es ist wichtig, die verantwortlichen Risikofaktoren zu erkennen und präventive Maßnahmen zu ergreifen, um das Risiko von Sehstörungen bei Kindern zu reduzieren. Regelmäßige Augenuntersuchungen, ausreichend Zeit im Freien sowie die Begrenzung der Bildschirmzeit und die Einhaltung des Abstandes können dazu beitragen, das Auftreten von Kurzsichtigkeit zu verringern.
Gerade Eltern, die bereits an einer Kurzsichtigkeit leiden, sollten besonders aufmerksam sein und ihr Kind regelmäßig auf Anzeichen einer Sehstörung untersuchen lassen.
Darüber hinaus ist ein frühzeitiges Myopiemanagement entscheidend, um das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit zu verlangsamen und langfristige Sehprobleme zu verhindern. Durch eine ganzheitliche Betreuung und die Anwendung modernster Behandlungsmethoden können wir die Sehgesundheit Ihres Kindes schützen und eine klare Sicht für die Zukunft ermöglichen. Wir von DER OPTIKER stehen Ihnen dabei jederzeit unterstützend zur Seite, um gemeinsam die besten Lösungen für Ihr Kind zu finden.
Bildquelle:
© Essilor International